Impfen schützt

Impfung als Schutz gegen Gürtelrose

Bei vielen Menschen heilt eine Gürtelrose folgenlos aus – es können jedoch auch schwerwiegende Komplikationen auftreten.

Eine Impfung gegen Gürtelrose kann eine Erkrankung und somit auch mögliche Komplikationen verhindern.

Auch immunkompetente Personen, die bereits eine Gürtelrose durchgemacht haben, können geimpft werden.

Der österreichische Impfplan empfiehlt für Erwachsene ab 50 Jahren eine Impfung gegen Gürtelrose.

Hinweis: Die Kosten für Erwachsenenimpfungen werden in Österreich generell nicht vom Gesundheitssystem übernommen und sind daher in der Regel privat zu bezahlen. Für eine vollständige Immunisierung laut österreichischer Impfempfehlung sind zwei Dosen erforderlich. Lassen Sie sich von einem Arzt oder einer Ärztin Ihres Vertrauens beraten!

Risikogruppen sollen früher geimpft werden

Für Personen mit einem besonders hohem Risiko für eine Gürtelrose (schwere Grunderkrankungen und/oder schwere Immunsuppression) wird die Impfung ab 18 Jahren empfohlen.

Hinweis: Bei bestimmten Erkrankungen (z.B. Stammzell- oder Organtransplantation) kann die Impfung als Teil der Krankenbehandlung notwendig sein; in solchen begründeten Einzelfällen kann der behandelnde Arzt eine Kostenübernahme bei der Sozialversicherung beantragen. Die Entscheidung erfolgt auf Einzelfallbasis aufgrund des individuellen Risikoprofils.

Impfen schützt

Der größte Risikofaktor für die Erkrankung ist das Alter. Die Häufigkeit der Erkrankung nimmt ab einem Alter von 50 Jahren stark zu, weil die nachlassende Immunabwehr eine Reaktivierung des Varizella Zoster Virus ermöglicht.

Eine Impfung ermöglicht dem Körper eine speziell gegen einen Erreger gerichtete Immunabwehr aufzubauen und so vor Infektionskrankheiten zu schützen. Laut österreichischem Impfplan wird eine Impfung gegen Herpes Zoster für Personen ab 50 Jahren empfohlen.

Häufige Fragen

Stress als Auslöser?

Die meisten Menschen wissen, dass Stress ein Auslöser für eine Gürtelrose sein kann. Das ist richtig, denn negativer Stress oder starke Belastungen können das Immunsystem schwächen und somit den Weg dafür bereiten, dass Krankheiten wie die Gürtelrose überhaupt eine Chance bekommen. Doch auch wer Stress vermeidet, sich ausreichend bewegt und gesund ernährt, kann an Gürtelrose erkranken. Denn der Hauptrisikofaktor ist das Alter.

Ist Gürtelrose ansteckend?

Prinzipiell ja. Allerdings nur für Personen, die noch keine Windpocken hatten. Infektiös ist bei einer Gürtelrose nur der Inhalt der Hautbläschen – bei Kontakt können sich nicht-immune Personen anstecken. Diese erkranken dann an Windpocken, nicht an Gürtelrose.

Kann Gürtelrose geheilt werden?

Gürtelrose kann nicht im herkömmlichen Sinne geheilt werden. Wird sie rechtzeitig diagnostiziert, kann eine Gabe von Virostatika die Schwere der Erkrankung abschwächen. In den meisten Fällen jedoch beschränkt sich die Behandlung auf eine Linderung der Symptome (Schmerztherapie). Nach Abheilung der Gürtelrose verbleibt das Virus weiterhin im Körper und zieht sich wieder in die Nervenwurzeln des Rückenmarks zurück.

Können Personen, die an Herpes Zoster erkrankt waren, eine Impfung gegen Gürtelrose erhalten?

Auch immunkompetente Personen, die bereits eine Gürtelrose durchgemacht haben, können geimpft werden.

Wo kann ich mich über eine Gürtelrose-Impfung informieren?

Ihre Hausärztin, Ihr Hausarzt oder andere Ärzt*innen Ihres Vertrauens können Ihre Fragen beantworten und mit Ihnen besprechen, ob eine Impfung gegen Gürtelrose für Sie zu empfehlen ist.

Bin ich gefährdet, eine Gürtelrose zu entwickeln, wenn ich häufig Fieberblasen habe?

Fieberblasen oder Lippenherpes werden durch andere Viren ausgelöst als Gürtelrose. Es gibt keinen direkten Zusammenhang zwischen den Erkrankungen.

Kann man mehrfach an Gürtelrose erkranken?

Etwa jeder dritte Mensch erkrankt im Laufe des Lebens an Gürtelrose, manche davon auch ein zweites Mal oder sogar mehrere Male. Wie hoch das persönliche Risiko dafür ist, das hängt unter anderem auch von möglichen Begleiterkrankungen ab, die das Immunsystem schwächen können.